Übersicht Infos Technik Verein

Allgemeine Infos

1. Grundprinzip 8. Bodentechniken
2. Herkunft und Entstehung 9. Kumi-Kata
3. Judoka 10. Wettkämpfe
4. Gürtelfarben 11. Bepunktung
5. Training 12. Selbstverteidigung
6. Fallschule 13. Ausgleichssport
7. Wurftechniken  

Grundprinzip

Judo dient dem Studium des Weges, des Dô. Über die Beherrschung des Körpers soll man zu geistiger Reife gelangen. Ziel ist es, das Gleichgewichts des Gegners durch Zug-, Druck- und Wurftechniken zu brechen. Dabei soll nicht Kraft gegen Kraft eingesetzt werden, sondern man soll nachgeben um zu siegen, d.h., man zieht, wenn man gestoßen wird und schiebt, wenn man gezogen wird.

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Herkunft und Entstehung

Judo ist Teil der japanischen Budo, wie z.B. auch Karate(do) oder Kendo. 1882 eröffnete Kano Jigaro (1860- 1938) seine Schule zum "Studium des Weges". Er befreite Jiu-Jiutsu (auch Jujutsu, Jiujitsu) von allen gefährlichen Tritten, Schlägen und Stößen und entwickelte so Judo. Seit 1964 ist Judo dauerhaft im Programm der Olympischen Spiele.

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Judoka

So heißen die Judosportler. Sensei werden die Meister einer Schule bezeichnet, mit Sempai ältere Schüler und mit Kohai jüngere Schüler (im Vergleich mit sich selbst). Die Sportkleidung besteht aus einer Jacke und einer Hose aus weißem reißfestem Material sowie einem Gürtel, der den Grad des Judoka anzeigt.

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Gürtelfarben

An der Farbe des Gürtels kann man den Grad/ Rang eines Judoka erkennen.

Kyu- (Schüler-) Grade: weiß, gelb, orange, grün, blau, braun
Dan- (Meister-) Grade: schwarz, rot-weiß, rot

Die Kyugrade werden absteigen von 8 (weiß-gelb) bis 1 (braun) gezählt, die Dangrade dagegen aufwärts von 1 (schwarz) bis 10 (rot). Bis zum 6. Dan können die Gürtel durch eine Prüfung erreicht werden, darüber gehende werden verliehen. Mit jedem Gürtel steigen die Anforderungen an den Sportler.

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Training

Die Trainingsfläche besteht aus Matten, sog. Tatami. Da Judoka recht höfliche Menschen sind, verbeugt man sich vor und nach dem Training sowie, wenn man jemanden auffordert bzw. um etwas bittet. Grob gesagt, besteht das Training aus der Fallschule, dem Wurftraining und den Bodentechniken.

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Fallschule

Sie wird gelernt, damit man sich bei Werfen und v.a. beim geworfen werden nicht verletzt. Grundtechniken sind die Fallübungen vorwärts, rückwärts und seitwärts. Hierbei wird so gerollt, das der Schwung, der zu Verletzungen führt, mit den Armen abgefangen wird.

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Wurftechniken

Hier unterscheidet man vier Gruppen.

Ashi- Waza = Fuß- und Beinwürfe
Koshi- Waza = Hüftwürfe
Sutemi- Waza = Opferwürfe, d.h., der Werfende opfert sein Gleichgewicht
Te- Waza = Hand- bzw. Schulterwürfe

Grundsätzlich besteht jeder Wurf aus drei Teilen: der Gleichgewichtsbrechung (Kutsushi), dem Eindrehen in die bzw. Ansetzen der Technik (Tsukuri) und dem Niederwurf (Kake). Der Werfende wird als Tori bezeichnet, der Geworfene als Uke.

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Bodentechniken

Auch hier unterscheidet man mehrere Gruppen.

Osae- Waza = Festhaltegriffe
Shime- Waza = Würgegriffe
Kansetsu- Waza = Hebel

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Kumi- Kata

So heißt die Grundfassart. Dabei befindet sich die rechte am Revers/ Kragen und die linke am Ärmel des Gegners ( Fassart rechts, Fassart links ist genau umgekehrt).

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Wettkämpfe

Finden ebenfalls in einer mit Matten ausgelegten Halle statt. Gekämpft wird gestaffelt nach Gewichtsklassen, Männer fünf Minuten und Frauen vier. Bepunktet werden Techniken, bei denen der Gegner auf den Rücken, die Seite oder den Po fällt. Bestraft werden Passivität und alles, was den Gegner gefährdet oder verletzen könnte. Strafen werden dem Gegner als Punkte aufgerechnet.

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Punktwertung

Bewertung Bedeutung entsprechende Strafe
Ippon Sieg Hansokumake (Disqualifizierung)
Waza- Ari 2 Waza- Ari = Sieg Keikoku
Yuko nächstkleinere Wertung Chui
Koka kleinste Punktwertung Shido

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Selbstverteidigung

Ist ein umfangreiches Teilgebiet des Gesamtkomplexes Judo. Während Judo nach der Lehrweise des Kodokan ( dem Judoweltverband mit Sitz in Tokyo) unterrichtet wird, unterscheiden sich die Formen der Selbstverteidigung in den einzelnen Ländern. In Japan, z.B., müssen Angriffe nach festgelegten Bewegungsabläufen abgewehrt werden, wogegen bei uns versucht wird alle Abwehrarten mit einem Judowurf zu verbinden.

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Ausgleichssport

Judo als Ausgleichssport fördert Konzentration, Ausdauer, Reaktionsvermögen, Gemeinschaftsgefühl und steigert das Selbstbewußtsein. Desweitern ist es eine gute Möglichkeit, Stress kontrolliert abzubauen.

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Für Fragen, Anregungen, Einwände oder auch Kritik, mailt mir!

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