Yoshimoto Banana
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Leben:
Yoshimoto Banana wurde am 24. Juli 1964 als Yoshimoto Maiko in Tokyo geboren. Ihr Vater ist Yoshimoto Takaaki, ein bekannter Buchkritiker, der großen Einfluss bei der Studentenbewegung in den 60er Jahren besaß. 1986 schloß sie mit 22 Jahren ihr Studium der Kunst und Literatur an der Nihon University Tokyo ab. Danach arbeitete sie als Bedienung in einem Golfklubrestaurant und schrieb nebenbei ihr Debut "Kitchen". Für "Moonlight Shadow", enthalten in Kitchen, erhielt sie den Nihon University´s Department of Arts Award und den "Izumi Kyoka Preis", weiterhin 1987 den "Kaien Magazine Newe Writer Preis" für "Kitchen". Darauf folgend wurden "Kitchen" zweimal und "Tsugumi" einmal verfilmt. Heute lebt sie mit ihrem Ehemann in Tokyo.
Bis jetzt umfasst ihr Gesamtwerk 11 Novellen und 7 Essays.
- 1986 " Kitchen"
- 1989 "Dornröschenschlaf - Drei Erzählungen v. d. Nacht"
- 1989 "Tsugumi"
- 1990 "N.P."
- 1993 "Lizard"
- 1994 "Amrita"
- 1997 "Honeymoon"
- 1998 "Painatsu Purin" (Ananas Pudding)
Mit ihrem radikalen Stil stellt sie oft Einsamkeit und Hoffnung gegenüber, oftmals mit einem aufmunternden und positiven Happy-End, jedoch mit einer melancholischen Grundhaltung. Charakteristisch ist die Häufung unwahrscheinlicher, teils übernatürlicher Ereignisse, der Glaube an der Kraft der Träume, welche als Vorahnungen auf das reale Leben Einfluss nehmen können ebenso wie eine Tendenz zum Esoterischen. Thema ist oft der Verlust, d.h. der Tod, eines geliebten Menschen, die ohnmächtige Wut darüber, aber auch die Gewissheit, dass rechtzeitig von irgendwoher eine rettende bzw. helfende Hand kommen wird. Yoshimoto Banana erfreut sich in Japan vor allem unter jungen Lesern einer starken Beliebtheit. "In ihren orientierungslosen aber lebenshungrigen Figuren können sich die japanischen Jugendlichen wiederfinden; auch sie stehen zwischen Traditionsbewusstsein und den gesellschaftlichen Zwängen der japanischen Hochleistungsgesellschaft; und die Sprache zwischen Poesie und Comic, diese freche und melancholische, von undefinierten und unerfüllten Hoffnungen geprägte Sprache, die sprechen sie auch".
"Das Phänomen Banana schließt eine Lücke in der japanischen Literatur. In Yoshimotos Figuren finden sich Japans Teenager endlich wieder - als verwirrte Motten, die zwischen den Abgründen des Lebens flattern" (Der Spiegel, Hamburg)
"Banana Yoshimoto wird in ihrem Land wie ein Popstar gefeiert. Sie schreibt über Stimmungen der Jugend beunruhigend, sehnsüchtig und melancholisch." ( Elle, München)
"Es gibt zwei große Romane über das Erwachsenwerden in unserem Jahrhundert: Der große Meaulness von Alain Fournier und Der Fänger im Rogen von Salinger. Und jetzt gibt es einen dritten!" (La Stampa, Mailand)
Quellen:
- Vorlesungsmitschrift ("Die jap. Literatur ab 1945" Dr. P. Buchholz, K. Bongard), Yoshimoto Banana
- Diogenes Verlag, Zürich
